(Anzeige) Im Test: mentra – Denkspielkoffer

Ich versuche Bisco & Ela immer ausgewogen mental zu Hause zu beschäftigen. Neben ihren Ruhezeiten die einfach jeder Hund braucht und lernen muss, üben wir neue Tricks oder es werden Denkspielzeuge eingesetzt. Davon haben wir drei Stück, die gerne genutzt werden und beide aus dem Effeff schon können.

Grundsätzlich handhabe ich es immer so, dass ich Bisco & Ela vor einer mentalen Beschäftigung zunächst körperlich auslaste. Dann machen wir einen schönen ruhigen Spaziergang, für maximal eine halbe Stunde. Das kann bei jedem Hund vielleicht unterschiedlich sein, aber ich habe bei meinen Hunden gemerkt, dass diese Zeit kombiniert mit der mentalen Auslastung ausreicht.

Nun kommen wir zu dem mentra – Denkspielkoffer*, kurz mentra genannt, den wir für 2 Wochen testen durften. Den habe ich bei Janine von der Hundeschule ImHundumdrehen kennengelernt, wo wir bereits an einer Krimitour teilgenommen und berichtet haben. Das Angebot für die Testphase nahm ich gerne an, denn der mentra machte mich sehr neugierig. Gesagt getan, Janine kam vorbei und erklärte ihn mir.

Was ist der mentra – Denkspielkoffer?

Wie man auf dem Foto sehen kann, handelt es sich um einen tragbaren Holzkoffer, den man ausklappen kann, mit einzelnen Einsätzen aus verschiedenen Materialen. Im Einzelnen:

  • das Futtersieb
  • die Hütchen (Holzdreiecke)
  • die Flasche
  • das Hochhaus mit einer kleinen Befestigungsstange
  • das Katapult
  • Klipp-Klapp

Die einzelne Stange ist auf drei Stufen verstellbar. That´s it.

Wer hat´s erfunden?

Die Schweizer.  Nein die waren es diesmal nicht, sondern Raphaela Niewerth. Frau Niewerth ist Hundetrainerin, Buchautorin und Miterfinderin der Hundesportart Crossdogging. Bereits seit 2008 wurde der mentra von ihr entwickelt.

Für wen ist der mentra – Denkspielkoffer geeignet?

Ganz einfach für jeden Hund laut Frau Niewerth. Er ist für Hunde aus dem Tierschutz, für sensible und sehr aktive Hunde, für ältere Hunde und für Hunde die eine neue Herausforderung suchen geeignet. Die einzige Ausnahme laut dem beiliegenden Büchlein ist die Größe der Hunde. Die Hunde sollten zwischen 20 – 70 cm hoch sein.

Der Charakter meines Hundes

Den Charakter des eigenen Hundes zu kennen ist wichtig für den Alltag und im Training. Sonst kann es schnell passieren, dass Hund und Frauchen/Herrchen frustriert sind. Auch bei Denkaufgaben ist die Herangehensweise abhängig vom Charakter des Hundes.

Hier ist nach Frau Niewerth zwischen dem Hitzkopf (Kopf durch die Wand), dem Clown (reagiert in unbekannte Situationen gehemmter, bellt winselt oder drängelt), dem Wartenden (bleibt in unbekannten Situationen sitzen, “immer mit der Ruhe) und dem Skeptiker (bleibt in unbekannten Situationen sitzen oder zieht sich zurück, “Kopf in den Sand stecken”) zu unterscheiden.

In dem beiliegenden Büchlein ist eine Anleitung dabei, wie man den Charakter “feststellen” kann. Ich selbst hatte meine Meinung dazu schon, die durch die Probe bestätigt wurde. Denn auch beim tricksen und Hundetraining haben Bisco & Ela ihre Eigenarten, die sich bei dieser Probe widerspiegelten.

  1. Ein besonderes Leckerlie (bei uns Käse) unter einen Becher stecken und suchen kennen Bisco & Ela schon.
  2. Den Käse wieder unter den Becher legen aber den Becher festhalten, damit sie nicht an den Käse kommen. Hier zeigt sich folgender der Charakter:

Bisco: Ganz klar ein Hitzkopf! Wenn auch nur kurz 🙂 . Er scharrt und kratz an dem Becher bzw. an meiner Hand, nur bellen tut er dabei nicht. Dieses Verhalten ist immer von kurzer Dauer und dann schaltet er seinen Kopf ein sage ich immer. Er versteht schnell, dass sein Verhalten nichts bringt und wartet dann geduldig aber mit Spannung ab, bis ich bspw. hier den Becher hochhebe.

Ela: die kleine Madame ist eine Wartende. Sie schaut und schaut und läuft um mich herum um herauszufinden, warum sie den Käse unter dem Becher nicht bekommt. Und sie ist seeehr ausdauernd dabei. Im Laufe der Zeit, jetzt ist sie 1,5 Jahre, ist sie immer noch ausdauernd in der Warterei, probiert dann aber nach einer nicht mehr so langen aber nun kürzeren Zeit aus, wie sie an den Käse kommt.

Was sagt mir aber das Ergebnis?

Ein kleiner Hitzkopf wie Bisco muss recht flott ein Ergebnis für sich verbuchen. Passiert das nicht, hat er schnell keine Lust mehr.  Deswegen belohne ich Bisco bei jedem noch so kleinen Fortschritt, denn die Bereitschaft zur Mitarbeit ist sehr hoch.

Und Ela, die Wartende, muss anders belohnt werden. Nämlich sehr stark über die Stimme. Das ist meine Erkenntnis seit längerem, die durch Frau Niewerth´s Theorie wieder bestätigt wird.

Wie sind wir an den mentra – Denkspielkoffer rangegangen?

Beim ersten Mal war Janine dabei. Grundsätzlich wird von Frau Niewerth empfohlen, die Mentraeinsätze in der o.g Reihenfolge durchzuführen. Also haben wir mit dem Futtersieb in der obersten Etage begonnen.

Auch hier gibt es die Möglichkeit zwischen Nachahmungslernen und Opportunity Teaching. Opportunity Teaching bedeutet, dass der Mensch dem Hund die Gelegenheit gibt, sich am mentra zu beteiligen. Ich habe Bisco und Ela immer selbst machen lassen und fahre damit gut.

Nachdem wir also Leckerlies in das Futtersieb gefüllt hatten, durfte Bisco zuerst dran. Und er ist wahrhaftig ausgerastet, und hat wie ein Wahnsinniger an dem mentra rumgekratzt. Und dann kurz darauf seinen Kopf eingeschaltet und das Futtersieb mit der Pfote bewegt.

Als Ela dran kam, hat sie erst einmal nur geschaut und dann nach wenigen Minuten ebenfalls das Futtersieb bewegt. Sie hatte hier den Vorteil, dass sie bei Bisco abschauen konnte.

An dieser Stelle muss ich erzählen, dass beide Hund so verrückt nach dem mentra waren, dass Ela auf Bisco losgegangen ist und ich sie trennen musste. Ela ist futterneidisch und äh ja, ich hatte es nicht so eingeschätzt, dass das bei dieser Situation vorkommt. Seit dem Zeitpunkt an trainieren wir, dass jeder in seinem Körbchen bleibt bis der eine mit üben fertig ist. Nach nunmehr vier Monaten üben klappt das sehr gut.

Als zweiten Schritt haben wir das Futtersieb auf die mittlere Etage gesetzt. Dazu schraubt man auf der einen Seite die Metallstange auf, versetzt sie ganz einfach neu und schraubt sie wieder fest. Selbst die Veränderung der Höhe des Futtersieb ist eine Herausforderung für die Hunde.

Die 2 Wochen Testphase

In dieser Zeit haben wir den mentra mindestens alle zwei bis drei Tage genutzt um das Potential auszuschöpfen. Obwohl ich gerne alle Einsätze getestet hätte, haben wir “nur” drei Einsätze getestet. Das Futtersieb, die Hütchen und vorgezogen den Katapult. Das hört sich wenig an, aber jeder Einsatz immer wieder anders. Anders in der Höhe, oder das Bisco & Ela nur von links oder rechts an den mentra rangehen dürfen. Wie wir Menschen auch, hat der Hund eine Schokoladenseite die er am liebsten zeigt und nutzen will :-).

Bei den Hütchen habe ich so begonnen, dass zunächst ein Hütchen in der Mitte liegt und darunter ein Leckerlie. Dann erweitert um zwei Hütchen – eins links und rechts – jeweils mit einem Leckerlie. Die Tipps in dem Büchlein habe ich gerne genutzt und bspw. bei Bisco das Hütchen zu Beginn nicht ganz über das Leckerlie geschoben. So hat er zack ein Erfolgserlebnis.

Bisco & Ela haben immer hoch motiviert sich an angebotenen Denkspielen beteiligt und ich hatte auch für mich nicht den Eindruck, das mir als Besitzer rasch langweilig werden würde. Zudem gibt es in dem beiliegenden Büchlein auch jede Menge Anleitungen zum Verändern der jeweiligen Einsätze.

Beim Benutzen des mentra habe ich für ein reizarmes Umfeld gesorgt. Das mache ich grundsätzlich immer. Schauen, dass die Kinder nicht bei uns sind oder zumindest Bescheid wissen, Fernseher aus und ich selbst motiviert bin.

Bei der Wahl der Leckerlies haben wir kein Käse, Leberwurst o.ä. benutzt. Das würde aus dem Futtersieb oder der Flasche nicht mehr rauskommen. Dafür sind so “Schluck und Weg Leckerlies” wie meine Trainerin immer sagt, prima geeignet.

Fazit

Ich bin wirklich begeistert von dem mentra – Denkspielkoffer. Er ist platzsparend und leicht zu transportieren. Er bietet eine Vielfältigkeit an Einsatzmöglichkeiten, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Der Koffer und die Einsätze sind aus Holz verarbeitet und stabil, was ich vor allem durch meinen Hitzkopf gut testen konnte. Der Koffer wird in einer Schreinerei im Münsterland produziert.

Umgehauen hat mich auf den ersten Blick der Preis mit 185,00 €. Aber dann habe ich überlegt, das ich zwischen 30-40 € für ein Holzdenkspiel bisher ausgegeben habe. Durch den mentra habe ich 6 Einsätze mit über 12 Spielvarianten, also bin ich allein rein rechnerisch zu dem Entschluss gekommen, dass sich ein Kauf auf jeden Fall lohnt!

Vielen Dank an Janine, dass wir den mentra – Denkspielkoffer testen durften!

Und wenn Ihr Interesse am Kauf habt, dann schaut doch mal hier bei Janine vorbei!

Ist Euer Interesse an dem mentra – Denkspielkoffer geweckt?

*Der Artikel wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt und nach der Testphase wieder an die Hundeschule ImHundumdrehen zurück gegeben.

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