Die 3 W´s

“Warum, Wieso, Weshalb” kommt man auf den Gedanken eine Mopshobbyzucht aufbauen zu wollen. Das fragt mich JEDER, dem ich mit voller Vorfreude davon erzähle. Wenige Reaktionen sind positiv. Oft werde ich gefragt, ob ich zuviel Zeit hätte?! Aber ich wende mein Gesicht immer der Sonne zu: also meinen Mitmenschen, von denen ich eine positive Reaktionen erhalte.

Wir hatten bereits vor 12 Jahren einen Mischlingshund. Diesen mussten wir vor Geburt unserer Tochter leider abgeben, da er nicht kinderfreundlich war. Es war eine schlimme Zeit, als wir uns zu diesem Schritt entschlossen hatte. Wir hatten das Glück, dass ihn die Tante eines Freundes zu sich genommen hatte und er bis zu seinem Lebensende dort war. Dann waren wir viele Jahre ohne Hund, denn es kam zeitlich überhaupt nicht in Frage. Ein Jahr nach der Geburt unserer Tochter absolvierte ich noch ein dreijähriges duales Studium, mein Mann wurde Gebietsleiter und wir kauften ein renovierungsbedürftiges Haus.

Ja und dann im Sommer 2015 erfuhren wir von Vertriebspartnern meines Mannes, dass sie ihre Mopshündin haben decken lassen. Ich informierte mich über die Rasse, die Qualzuchten, Retrompos vs. altdeutscher Mops und wir besuchten das Ehepaar als die Welpen wenige Tage alt waren. Tja und da verliebten wir uns in unseren Bisco. Im Nachhinein würde ich keinen Hund in dieser Phase (vegetative Phase) aussuchen, da der zukünftige Charakter noch gar nicht vorhanden ist. Wir hatten Glück und Bisco ist unser großer Schatz!

Dass Bisco keine Papiere hatte störte mich auch nicht, bis vor kurzem. Darüber möchte ich in einem anderen Beitrag schreiben. Aber wir hatten uns entschieden. Zeitgleich surfte ich damals regelmäßig auf der Seite von Ela´s Züchter, welcher zum altdeutschen Mops zurück züchtet. Nach Bisco´s Einzug wurde das Interesse an der artgerechten Haltung und Entwicklung der Rasse Mops immer größer. Wir waren glückselig über unseren lebensfrohen, freundlichen Gefährten und mehr als erstaunt über die Lernwilligkeit. Der Kauf eines Zweithundes in Form eines Mopsmädchen wurde wenige Wochen nach Bisco´s Einzuges beschlossen und es entwickelte sich mein Wunsch zumindest einen offiziellen Wurf zu haben. Ich stand mit dem besagten Züchter per Email in Kontakt, machte mir lange Gedanken ob ich dieser Aufgabe gewachsen bin und welche Voraussetzung geschaffen werden müssten.

Mein Mann ermutigte mich bei meinem Wunsch, mein Kind versprach ihre Mithilfe (wobei das auch wieder wechseln könnte) und ich entschied im Sommer 2016: Ich möchte eine Hobbyzucht mit dem Zuchtziel “altdeutscher Mops” aufbauen!

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass das Zuchtziel “altdeutscher Mops” zur Verbesserung der Lebensqualität dieser Rasse beiträgt. Wenn der Mops langbeiniger ist, sind die Organe nicht zu weit am Boden und er ist sportlicher. Zudem hat er mehr Hals. Dadurch, dass der Fang deutlich nach vorne verlagert ist (Nasen- und Oberkieferbein in der Schnauzenpartie sind ausreichend ausgeprägt), ist eine gesunde Atmung möglich. Die Augen stehen nicht mehr hervor, sondern sind eingebettet und weniger anfälliger für Verletzungen.
                                                      
 heute (links) – früher (rechts)

Ich freue mich über diese Aufgabe und ich bin mir über den langen Weg bis zu den ersten Welpen bewusst. Oft werde ich auf einen “Gewinn” angesprochen. Doch es geht nicht um Gewinn, denn eine Zucht ist ein teures Hobby! Ich möchte diesen Weg “aus Liebe zum Mops” gehen. 

In meinem Blog werde ich über alles -auch nachträglich- berichten, wie die Auswahl der zukünftigen Mopshündin, Kontaktaufbau zum Verband etc.

Drückt mir und Ela die Daumen:-)

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