Ela wird zur Hündin – Läufigkeit Teil 1

Vorab möchte ich sagen, dass ich (Sarah) eine echte Glucke bin. Bei meinem Kind als auch bei unseren Hunden🙈. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich meinem Kind nach dem Toilettengang den Hintern abwischen wenn ich dürfte (Alessia wird 10 Jahre in wenigen Tagen)… Und den Hundis wahrscheinlich das Essen vorkauen 😂. Ich bin übervorsichtig und bei jedem neuen Erlebnis total aufgeregt. Ich finde mein Verhalten manchmal selbst völlig übertrieben, aber ich will einfach auch versuchen nichts falsch zumachen. Die Läufigkeit ist für manche vielleicht kein Thema um darüber zu berichten, aber für mich ist es etwas ganz Besonderes.

So, jetzt zum eigentlichen Thema. Ela ist unser erstes Hundemädchen. Wenn man zwischen Mädchen und Jungs kategorisieren würde behaupte ich, man sieht Ela nicht nur an dass sie ein Mädchen ist, man merkt es auch. Ela benimmt sich gegenüber Bisco auf der einen Seite wie eine Hundemutti und putzt ihn von oben bis unten ab (ja ich weiß, dass das Zuneigung und Unterwerfung demonstiert, aber es anders zu sehen ist auch schön). Auf der anderen Seite ist sie zickig und ärgert ihn.

Wir haben in  der Kategorie “Über uns” geschrieben, dass Ela die zukünftige Hundemutti werden soll. Und ich habe große Hoffnung, dass sie alle Voraussetzungen mitbringt. Da ich Pläne liebe, habe ich mir vor Ela´s Kauf bereits überlegt, wann welches Ereignis sein könnte. Wobei ich bei dem Thema Mopshobbyzucht ganz klar sage, dass nichts überstürzt wird. Für mich  muss alles perfekt (Hunde, Arbeit, Familie) sein, bevor wir Ela decken lassen.

Das Erste was passieren müsste, wäre die Läufigkeit. In verschiedenen Büchern und Internet stand, dass die Läufigkeit bei kleinen Rassen ab dem 6. Lebensmonat eintreten kann. Ich war furchtbar aufgeregt und hatte panische Angst die Läufigkeit zu verpassen (echt übertrieben merke ich im Nachhinein an!). Seit gut drei bis vier Wochen merkten wir und auch die Hundebesitzer der Nachbarrüden Veränderungen an Ela bzw. am Verhalten ihrer Hunde. Zu Hause fing Ela immer wieder an sich an der Vagina zu putzen und diese schwoll leicht an. Sie war Bisco zickiger gegenüber und beide mussten häufiger von einander getrennt, weil Ela Bisco´s Signale zum Aufhören nicht verstanden hatte oder eher wollte. Die kastrierten (!!) Nachbarrüden interessierten sich sehr für Ela und sie legte sich auf einmal bereitwillig auf den Rücken und streckte beide Beine aus (leider haben wir davon kein Photo, das sieht echt ulkig aus). Mit Spannung warteten wir ab, wann die Läufigkeit eintritt. Und ob Ela unsere Kopfkissen ebenso zerfetzen wird, wie die damals läufige Hündin meiner Arbeitskollegin 😅.

In der letzten Woche kam ich von der Arbeit und kein Hund kam zu mir zur Begrüßung in den Flur. Da weiß man sofort, es ist etwas passiert. Beim ersten und letzten Mal als das so war, vor Ela´s Zeit, hatte Bisco die Brille unserer Tochter geschnappt.. Die lag kaputt auf dem Teppich, er saß daneben und schaute uns mit großen Augen an. Man muss dazu auch erzählen, dass bei uns nichts auf unserer Treppe rumliegt. Und wenn eines Tages ein Gegenstand rumliegt der vergessen wurde wegzuräumen, dann passieren solche Dinge. Nun, als ich jetzt nach Hause kam, saßen beide Hunde ruhig im Wohnzimmer. Beim ersten Eintreten sah ich einen Blutfleck auf dem Boden und etwas verschmiertes Blut in Ela´s Körbchen. Jetzt war es soweit und ich hätte am liebsten Sektkorken knallen lassen 😃. VORSICHT: Das Photo ist ein klein bißchen eklig.

Nach einem ausführlichen Knuddeln und begutachten von Ela´s Hinterseite, musste ein Schutzhöschen gekauft werden. Ich habe bereits im Internet extra eins für Möpschen bestellt, doch wg. der einjährigen Wartezeit brauchten wir jetzt doch eins. Also ab in den Fachmarkt für Heimtierbedarf und das einzig vorhandene Schutzhöschen von Trixie nebst Einlagen gekauft. Bei diesem Kauf dachte ich amüsiert nur ganz kurz daran, dass ich auch in ferner Zukunft fast den gleichen Einkauf mit meiner Tochter vorhaben werde 😆.

Bereits nach wenigen Tagen kann ich sagen, dass wir dieses Schutzhöschen nur noch bei großer Not nutzen würden. Positiv ist, dass es sich rasch anziehen lässt, die Einlagen ohne Weiteres austauschbar sind und es in der Waschmaschine mit 30 Grad gewaschen werden kann. Eine Pfote durch den Gummizug, Rute durch das vorhandene Loch und festschnallen. Negativ ist, dass die Blutungen leider nicht nur auf der Einlage landen, sondern sich im ganzen Höschen verteilen. Genau so wenig wie die Kackaknödel, die eigentlich aus dem vorhanden Loch kullern sollten. Am ersten Tag habe ich das Höschen dreimal vom Kacka gesäubert!! Generell war es wie verhext. Ela hatte irgendwie dauernd das Gefühl, dass sie mal muss. Dauernd ist sie in den Garten gelaufen und hatte sich in die bestimmte Position gesetzt. Da das nur in den ersten zwei Tagen vorkam gingen wir nicht davon aus, dass Ela krank geworden war. Sie musste sich offensichtlich nur an das neue Tragegefühl gewöhnen.

Ela trägt seit einer Woche das Schutzhöschen und wir alle haben uns daran gewöhnt. Bisco lässt die Läufigkeit im Übrigen kalt. Am zweiten Tag wollte er Ela mehrfach besteigen, was wir direkt unterbunden haben. Da kommen wir zu den nachfolgenden Frangen: Wo und in welcher Phase können wir uns mit Ela überhaupt bewegen?! Wann ist der kritische Zeitpunkt der Standhitze? Gelesen hatte ich, dass wir große Plätze meiden, aber auch nicht alleine durch den Wald gehen sollte. Äh, soll unser Hund jetzt nur noch im Garten sein? Ich kam dann für mich zu dem Fazit, dass man das auch vom Hund und der Phase abhängig machen muss. Ich kenne bisher nur drei läufige Hündinnen. Die 1. muss wochenlang zu Hause eingesperrt werden, die 2. geht wie immer ohne Leine Gassi und die 3. läuft immer ohne Leine, während der Läufigkeit aber nur mit. Ich beschloss zunächst , nicht mehr ganz so tief in den Wald hinein zu gehen und die 10 Meter Schleppleine zu benutzen. Bei großen Plätzen warten wir mal ab. In der Hundeschule pausieren wir. Die Frage kam auch auf, wie wir das im Urlaub machen. Wir haben ja extra Urlaub an der Ostsee geplant, um an die Hundestrände gehen zu können. Ein neues Erlebnis für uns alle. Da kommt wieder die Glucke in mir hervor 😆. Ich möchte, dass Ela genauso viel Spaß hat wie Bisco. Ein Risiko möchte ich auch nicht eingehen. Wie wir uns im Urlaub entschieden habe, könnt ihr in unserem nächsten Blogbeitrag lesen 😉.

Die aktuelle Situation (Vorbrunst) kann bis zu drei Wochen andauern. Wenn der Ausfluss wässrig bis schleimig wird und die Vagina wieder abschwillt, ist die Standhitze nicht mehr weit. Diese zweite Phase (Brunst) kann ebenfalls bis zu drei Wochen andauern. In dieser Phase soll vom zweiten bis vierten Tag die Standhitze sein. In einer anderen Lektüre stand zwischen dem zehnten bis fünfzehnten Tag. Wenn Ela sich also bereitwillig mit dem Hinterteil einem Rüden zudreht und die Rute beiseite legt, dann ist sie deckbereit. Ich denke, wenn Ela sich in der deckbereiten Phase befindet ändern sich unsere Spaziergänge und es bleibt abzuwarten, ob Bisco sich trotz Kastration anders für sie interessiert. Im Anschluss (Nachbrunst) dauert es bis zu zwölf Wochen, bis alles vorbei ist. Die Vagina schwillt ganz ab und der Ausfluss hört auf. Üblich sind wohl Scheinschwangerschaften, die jede Hündin anders mitteilt. Durch Nestbauinstinkt, Milcheinschuss oder mehr Appetit. Die letzte Phase ist die Anöstrus. In dieser Zeit ist die Hündin nicht läufig und diese Phase endet wieder mit der Vorbrunst.
Ich werde Ela besonders beobachten und mir alle Phasen datiert notieren. So können wir uns  beim nächsten Mal besser auf Ela einstellen. Besonders, wenn sie zuchttauglich ist 😄 . Läufig werden die Hündinnen zweimal im Jahr bzw. alle sechs bis acht Monate.  Aber Ausnahmen gibt es unter den Hunderassen auch.

Im zweiten zukünftigen Teil dieses Beitrag berichten wir über unsere Erfahrung in der zweiten und dritten Phase der Läufigkeit.

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