Rasseportrait: Australian Shepherd (Aussie)

Name der Rasse

Australian Shepherd, abgekürzt Aussie

Herkunftsland

Ihren Ursprung haben die Aussies vermutlich in Amerika, Colorado und sind erst später nach vor allem in Australian als Hütehunde eingesetzt worden und da bekannter geworden.

Durchschnittliches Alter

Da Australian Shepherd eher zu den mittelgroßen Hunden gehören werden sie im Durschnitt etwa 13-15 Jahre.

Durchschnittliche Größe- und Gewicht

In Deutschland wird vor allem nach ASCA und dem FCI gezüchtet.

Nach dem ACSCA Standard sollte die Schulterhöhe der Rüden idealerweise zwischen 50,8 cm – 58,5 cm und bei Hündinnen zwischen 45,7 cm – 53,4 cm liegen.
Der FCI Standard schreibt bei Rüden eine Höhe von 51-58 cm bei Rüden, sowie 46 – 53 cm bei Hündinnen vor.

Ein Gewicht wird nicht vorgegeben – es sollte zur Größe des Hundes passen.

Fellfarben 

Ich finde kaum eine Rasse ist so bunt wie ein Australian Shepherd. Aus den zwei Grundfarben schwarz und braun sind insgesamt 16 Farbvarianten möglich.

Mit Schwarz sind das folgende:

Black Tri (schwarz mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen)
B
lue Merle w/c (mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen)
Black bi (schwarz mit nur weißen Abzeichen oder schwarz mit nur kupferfarbenen Abzeichen)
Blue merle w (blue merle ohne kupferfarbene Abzeichen)
Blue merle c (blue merle nur mit kupferfarbenen Abzeichen)

und einfarbige wie

Black solid (ganz schwarz) oder
Blue merle (ohne Abzeichen).

Bei der braunen Grundfarbe gibt es diese Farbschläge:

Red tri (Braun mit kupferfarbenen und weißen Abzeichen)
Red Merle w/c (red merle mit kupferfarbenen und weißen Abzeichen)
Red bi (braun mit weißen Abzeichen oder braun mit kupferfarbenen Abzeichen)
Red merle w ( red merle mit nur weißen Abzeichen)
Red merle c (mit nur kupferfarbenen Abzeichen)

und einfarbig wie

Red solid (ganz braun) oder
Red merle (ohne Abzeichen)

Außerdem kann die Grundfarbe beim Blue Merle Aussie zwischen helles silber und einem schiefergrau variieren und auch bei den Brauntönen ist von hellcreme bis ockerfarben alles erlaubt. Und als wenn das nicht genug wäre, so ist auch die Größe der Merle Flecken ganz unterschiedlich.

Beschreibung des Wesen

Australian Shepherds werden als ausdauernde Arbeitshunde mit ausgeprägtem Hüte- und Schutztrieb beschrieben. Sie sind vielseitig und sind in der Lage sowohl Rinder, als auch Schafe und Enten zu hüten. Aussies arbeiten eng und selbstständig an der Herde, benötigen aber Anleitung und Führung durch den Menschen. Sie gelten als sehr intelligent, mit schneller Auffassungsgabe und der Vorliebe zur Eigeninitiative. Zudem sind sie meist sensibel und gegenüber Fremden reserviert. Aussies sind Spätzünder und sind erst mit 3-4 Jahren erwachsen.

Pflege des Hund 

Das Fell ist meist halblang mit recht viel Unterwolle. Am Hals und an den Hinterbeinen, sowie am Schwanz ist das Haar oftmals länger und benötigt daher mehr Fellpflege. Bei nassem, matschigem Wetter ist das Fell an Beinen und Bauch schnell voller Dreck, welcher aber beim Trocken fast vollständig abfällt. Nasses Fell benötigt ziemlich lange um vollständig zu trocknen.

Gerade das lange Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verfilzt. Australian Shepherds haaren das ganze Jahr über, besonders aber im Fellwechsel.

Beschreibung des eigenen Hundes

Emmely ist ein Workaholic, jederzeit für alles bereit – solange ein wenig Bewegung und Abwechslung dabei ist, macht sie alles mit. Egal ob Frisbee, Tricks, Turnierhundesport oder Suchspiele. 12 km, die ich mit Inline Skates in 40 Minuten fahre, sind für sie kein Problem und ich kann sie ausnahmslos überall mitnehmen.

Durch ihr auffälliges und freundliches Aussehen werden wir oft angesprochen und irgendwie ist sie immer Everybody‘s Darling. Emmely hat recht kurzes Fell mit wenig Deckhaar und damit lohnt es sich kaum über dessen Pflege zu sprechen.

Schutztrieb hat sie keinen, dafür teilt sie gerne ihre Befindlichkeit durch Jammern, Seufzen und Schnauben mit. Fremden gegenüber ist sie zwar aufgeschlossen, aber reserviert. Sie kommt mal zum Schnuppern, aber von ihnen gestreichelt werden, nein das muss nicht sein. Kuscheln mag sie eigentlich nur mit dem Lieblingszweibeiner und mir. 

Hazel hat langes Fell mit viel Deckhaar aber im Vergleich zur Emmely wenig Unterwolle, welches wöchentlich gebürstet werden muss, weil es sonst verfilzt. Sie kommt ohne Box ganz wunderbar zur Ruhe und findet die meisten Menschen super und kuschelt gerne mit jedem, am Liebsten vom Schoß aus. Körperkontakt ist für sie unglaublich wichtig. Diesen fordert sie auch ein – ebenso wie sie mich gerne auffordert, schneller zu sein. Hazel hat wenig Jagdinstinkt, dafür umso mehr Hüteinstinkt. Sie fährt schnell hoch und ist zum Beispiel auf dem Hundeplatz sehr im Trieb und arbeitet auch mal einfach um der Arbeit willen und nicht um sich eine Belohnung zu erarbeiten, so wie Emmely das meistens macht.

Auch auf Hazel treffen also eine Vielzahl der typischen Rassenmerkmale eines Australian Shepherds zu. Aber egal was sie tun, sie tun es meist mit einer gewissen Leichtigkeit und einer Portion Humor. Auch das habe ich schon bei vielen anderen Australian Shepherds beobachten können und zeichnet sie meiner Meinung nach aus. Sie sind sicherlich nicht immer zu 100% zuverlässig, weil sie einfach oft hinterfragen und eigenständig handeln wollen – aber es wird auch niemals langweilig mit einem Aussie.

Und Emmely und Hazel haben auch einige gemeinsam: Beide lernen sehr schnell, hinterfragen auch mal meine Aufforderungen, bewegen sich gerne und sind beim Spielen oft ungestüm und manchmal auch ziemlich ruppig.

Hazel bellt. Hazel beschützt und ist sehr wachsam, sie ist aber auch sehr sensibel und unsicher und benötigt deutlich mehr Führung und Sicherheit durch mich. Ausflüge an neue Orte sind für sie immer ziemlich aufregend und daher zum Teil auch anstrengend.

Bei Emmely hat es mit sehr konsequentem Boxentraining übrigens gut ein Jahr gedauert, bis sie sich nach einem Spaziergang entspannen konnte und nicht noch ewig auf der Suche nach einem Abenteuer durch die Wohnung tigerte. Spaziergänge, bei denen man sich angeregt mit anderen Zweibeinern unterhält oder einfach seinen Gedankengängen nachhängt, nutzt sie sofort aus, um die Gegend außerhalb meiner Sichtweite unsicher zu machen. Sie braucht die körperliche und geistige Auslastung, andernfalls würde sie auch mal Dinge in der Wohnung kaputt machen. Wichtig ist die Balance zwischen Ruhe und Auslastung, denn Emmely gewöhnt sich schnell an immer mehr Spiel und Spaß und fordert das dann auch ein. Darum gibt es bewusst arbeitsfreie Tage bei uns.

Ich liebe ihre Albernheit, ihren Drang etwas Neues zu erlernen, ihr kuschelig-weiches Fell, ihre lustigen Augen, das freundliche Wesen und die manchmal aufdringliche Art, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Sie lebt das Motto frei nach Pippi Langstrumpf: „Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech, wild und wunderbar“ und trifft damit mitten in mein Herz. Sie ist oft mein Spiegel und zeigt mir, wie ich mich gerade fühle, selbst wenn ich das noch gar nicht so genau weiß.

Autor

Lizzi mit Emely und Hazel vom Aussieblog (Indianermädchen & Wildfang)

Emmely und Hazel im Alter von 8 bzw 9 Wochen beim Einzug
Hazel mit 1,5Jahre
Emmely mit 4 Jahren

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