Rasseportrait: Cavalier King Charles Spaniel

Name der Rasse

Cavalier King Charles Spaniel

Herkunftsland

Der Cavalier King Charles Spaniel kommt ursprünglich aus Großbritannien.

Durchschnittliches Alter

Die Lebenserwartung des Cavaliers liegt zwischen neun und 14 Jahren.

Durchschnittliche Größe- und Gewicht

Bei einer Widerristhöhe von 30-33cm werden Cavaliere um die 5,5 bis 8kg schwer.

Fellfarben 

Insgesamt sind vier Farbschläge bei dieser Hunderasse anerkannt. Darunter fallen zwei parti-colour und zwei wholecolour Farbschläge. Bei den „Parti-colours“ ist die Grundfarbe weiß, bei „wholecolours“ sind weiße Flecken dagegen unerwünscht. Die particolours trifft man erfahrungsgemäß häufiger an.

Die wohl bekannteste bzw. am häufigsten auftretende Farbe ist blenheim. Bei dieser Farbe handelt es sich um kräftig kastanienrote Abzeichen auf perlweißem Grund. Die Abzeichen sollten zusätzlich gut durch weiß unterbrochen werden. Zusätzlich sollten die Abzeichen am Kopf gleichmäßig verteilt sein und ausreichend Platz für den „Lozenge-Fleck“ lassen. Bei diesem Fleck handelt es sich um einen daumengroßen kastanienroten Abdruck auf der weißen „Blesse“ des Hundes.

Der zweite Particolour-Farbschlag nennt sich „tricolour“. Das Fell besteht aus gut verteiltem und gut unterbrochenem schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an der Innenseite der Ohren, an der Innenseite der Läufe und an der Unterseite der Rute.

Black and Tan gehört zu den zwei wholecolour-Farbschlägen. Hierbei handelt es sich um rabenschwarzes Fell mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an der Innenseite der Ohren, an der Brust, an den Läufen und an der Unterseite der Rute.

Der letzte erlaubte Farbschlag nennt sich „ruby“. Ruby-Hunde sind einfarbig tiefrot und laut Rassestandard sind jegliche weiße Flecken unerwünscht.

Beschreibung des Wesen

Cavalier King Charles Spaniel werden aufgrund ihres Wesens als Gesellschafts- und Begleithunde „verwendet“. Sie sind unternehmungslustig, liebevoll, absolut furchtlos, fröhlich, freundlich, nicht streitsüchtig und haben keinerlei Neigung zur Nervosität.

Er ist sehr anhänglich, verschmust und zärtlich. In der Wohnung ist er sehr ruhig, eignet sich allerdings nicht als Wachhund. Viele Cavaliere haben den sogenannten „will to please“, sie wollen ihrem Menschen gefallen.

Pflege des Hund 

Anfangs braucht der Cavalier noch nicht sonderlich viel Pflege, denn ein junger Cavalier hat eben noch nicht viel Fell. Später sind 5min täglich ausreichend, um seinen Cavalier King Charles Spaniel zottelfrei zu halten.

Ich persönlich bürste meine Hunde täglich etwa 5 Minuten. Vor allem die Ohren müssen bei zwei Cavalieren täglich gebürstet werden, weil sie beim Spielen die erste Angriffsfläche darstellen. Wenn die Mädchen also miteinander spielen, beißen sie sich häufig gegenseitig in die Ohren, wodurch wir es dann auch mal mit Kletten zu tun haben.

Cavaliere müssen (und sollen!), wie alle anderen Hunde auch, nicht öfter gebadet werden, als unbedingt nötig.

Beschreibung des eigenen Hundes

Meine zwei Cavaliermädchen könnten unterschiedlicher kaum sein..

Hayley ist ein richtiger Ruhepol: sie ist immer entspannt und hat es nie wirklich eilig. Dies hat zur Folge, dass sie häufig in ihren Gedanken hängen bleibt und ich sie da nur schwer wieder heraus bekomme. Ihr fällt es oft schwer, sich lange auf mich zu konzentrieren – da muss ich mir häufig richtig was einfallen lassen. Mit anderen Hunden spielen ist auch nicht unbedingt ihre Lieblingsbeschäftigung. Das hat sich erst geändert, als Darida zu uns kam. Wenn wir allerdings andere Hunde treffen, lässt sie immer noch lieber Darida den Vortritt und beobachtet alles „aus sicherer Entfernung“. Auf der anderen Seite liebt sie aber die Nähe zu uns Menschen. Sie liebt es, Zeit mit uns zu verbringen – sei es kuschelnd auf der Couch oder wenn es morgens mit Herrchen zum joggen geht, dann blüht sie richtig auf. Wenn sie kuscheln will, ist sie nie fordernd, sondern immer zurückhaltend und vorsichtig. Auf Spaziergängen liebt sie es durch Wald und Wiesen zu laufen, entfernt sich dabei aber nie wirklich von uns.

Wenn Hayley eine Prinzessin ist, ist Darida eine Räubertochter. Ein richtiger Draufgänger. Ich weiß nicht ob es am Alter liegt und sich das evtl. noch legt, oder ob es einfach ihre Art ist, aber ich liebe es. Darida ist mein kleiner „Muntermacher“. Sie ist sehr empathisch und spürt regelrecht, wie ich mich gerade fühle und weiß dann instinktiv, wie sie mich, wenn nötig, wieder aufheitern kann. Sie liebt andere Hunde und wird zum Teil richtig aufdringlich. Die Tochter unserer Nachbarin hat einen großen Mischlingshund (von der Größe schon fast ein Kalb – vor allem im Vergleich zu unseren kleinen Cavalieren), in den Darida richtig vernarrt ist. Er interessiert sich aber nur für Hayley, die ihm lieber aus dem Weg geht. Fazit: Darida versucht an Marley hochzuspringen, während er versucht sie abzuhängen, um an Hayley ran zu kommen. Im Gegensatz zu Hayley liegt ihre Konzentration auch immer voll bei mir. Sobald ich sie rufe, kommt sie angelaufen. Da kann sie auch im Vollsprint in die andere Richtung laufen, sobald ich rufe, macht sie auf der Stelle kehrt und läuft zu mir. Besonders ausgeprägt ist bei ihr auch der „will to please“ – sie ist immer bemüht, mich zufrieden zu stellen. Hat zur Folge, dass ein schärferes oder lauteres „Nein!“ ihr regelrecht den Boden unter den Füßen nimmt.

Zwei Hunde derselben Rasse, die zwar Gemeinsamkeiten haben aber doch extrem unterschiedlich sind. Jede ist auf ihre Art besonders – vor allem besonders liebenswert.

 Autor

Doxa mit Hayley und Darida vom Hundeblog Cavaliermädchen

Hayley knapp 10 Wochen
Darida etwas über 8 Wochen alt
Hayley 2 Jahre und 5 Monate und Darida knapp 8 Monate

 

Wenn Dir dieser Beitag gefällt, kannst du ihn gerne teilen: