Wie wähle ich die “richtige” Zuchthündin?

Nachdem der Entschluss fest stand, dass ein Mopsmädchen unser Rudel erweitern und mit ihr eine kleine, liebevolle Mopshobbyzucht aufgebaut werden soll, stellte sich mir die Frage wie ich die “richtige” Zuchthündin finde.

Die Zuchthündin ist das Fundament eines guten Zwingers (…)
                                 -Dr. Dieter Fleig-

3 Möglichkeiten um mir Input zu holen fand ich in Büchern zur Hundezucht, Mr. Google und bei dem zukünftigen Züchter bei dem ein Mopsmädchen ausgewählt wurde.

Unser Buchladen hatte bei Aufgabe meiner Großbestellung die Daumen zu meinem Vorhaben gedrückt. Fand ich total süß! 

Ein Teil der Bücher behandeln logischerweise nicht nur meine Frage, sondern noch vieles mehr was das Züchten angeht. Und nein, ich habe die Bücher nicht komplett durchgelesen. Bis die Welpen da wären, hätte ich wahrscheinlich schon wieder vieles vergessen. Ich habe etwas quer gelesen und mich auf die Abschnitte konzentriert die für mich zu dem Zeitpunkt wichtig waren.

Das Alter des Zuchthund beim Kauf:

Bereits hier scheiden sich die Geister außer, dass man objektiv bei der Wahl sein muss!

Bei Kauf eines Welpen oder ausgewachsenen Hündin gibt es Vor- und Nachteile. Wobei ich den Begriff Nachteile etwas zu hart ausgedrückt finde.

Beim Kauf einer ausgewachsenen Hündin, also ab dem 12. Lebensmonat liegen i.d.R. alle Gesundheitsergebnisse vor. Nur am Rande: bei unserer Tierärztin kosten die kompletten vom Verein geforderten Untersuchen ca. 600,00 €. Für einen Welpen von einem guten Züchter muss man tiefer in die Tasche greifen. Im Umkehrschluss wird der Preis einer ausgewachsenen Hündin bei der bereits wichtige Zuchteigenschaften zu erkennen sind, entsprechend höher liegen.

Ela mit 11 Monaten

Von Vorteil könnte auch sein, wenn mit der Hündin bereits eine Ausstellung besucht wurde und sie eine gute Benotung erhalten hat. Das steigert den Marktwert. Trotz all diesen positiven Argumenten kann es dennoch passieren, dass gerade diese Hündin beim Deckakt nicht trächtig wird. 

Die Gefahr beim Kauf eines Welpen ist demnach, dass man erst mit der Zeit sehen wird ob er zuchttauglich ist. Liebe, Geduld und große Hoffnungen erlebt man sehr intensiv in den zukünftigen Monaten. Der Welpe wächst und gedeiht, wird (hoffentlich) erzogen, die Gesundheitsprüfungen werden vorgenommen und bezahlt. Ausstellungen werden mit Aufregung besucht und das ist natürlich auch u.a. mit Kosten verbunden. ABER dafür wächst der Welpe in der eigenen Familie auf und man hat Einfluss auf die psychische und körperliche Entwicklung!

Ela mit 4 Monaten und Hüttenkäse-Mäulchen 🙂

Mit dem Gedanken, beim Kauf eines Welpen, dieser könnte später nicht zuchttauglich sein, muss sich auseinandergesetzt werden. Kein Züchter hat wie Bibi Blocksberg eine Glaskugel zu Hause und kann die Zukunft voraussagen. Deswegen darf der extra gekaufte Hund nicht weniger geliebt werden bei Nichtzuchttauglichkeit. Dies ist meine Meinung. Gewerbliche Züchter würden den Hund eventuell an Liebhaber verkaufen und diesen Schritt kann ich aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehen. Obwohl es mir dabei schwer um´s Herz wird…

Ich hatte entschieden einen Welpen auszuwählen. Ich möchte Einfluss auf die Entwicklung haben, gerade weil es mein erster Hund ist den ich zur Zucht nutzen möchte. Und ich wollte bzw. will alles mitnehmen auf dieser Reise. Die Hundeschule von Beginn an, die Ausstellungen, die Gesundheitsprüfungen usw..

Züchtersuche

Ich habe mir mehrere Homepages von Züchtern angeschaut. Mir war es wichtig die Transparenz der züchterischen Arbeit, die Liebe zum Hund und auch einen kleinen Familieneinblick zu gewinnen. 1-2 Empfehlungen von anderen Mopsbesitzern habe ich in Gesprächen erhalten. Irgendwann bin ich auf der Homepage von Ela’s Züchter hängengeblieben und war begeistert! Die Homepage des Züchter und auch die Korrespondenz per Email spiegelte all das wieder, was mir wichtig war. 

Welpen anschauen

Das war ein krasser Moment für mich. Ich war so aufgeregt und ganz klar überfordert mit der Auswahl. Alle noch zu vergebenen Welpenmädels waren wunderschön und zutraulich. Der Züchter wusste um mein Anliegen und beriet mich. Wir begutachteten das Verhalten der Welpen (ruhiger oder frecher), die Kopfform, die bis zu dem Zeitpunkt entwickelte Nase und er erzählte über die ersten Wochen. Die Mutter und der Vater waren auch ein Thema. Das hat mir sehr geholfen bei der Entscheidung!

Ela als Welpen gekauft zu haben war in jedem Fall die richtige Entscheidung, auch wenn sie eventuell keine Zuchthündin wird!

Sehr sehr oft werde ich von meiner Familie, Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen angesprochen, wie denn der aktuelle Stand meiner Mopshobbyzucht ist. Lustig ist es, wenn die gleichen Personen die Frage alle paar Wochen stellen. Ich sage immer “gut Ding will weil haben”!

Der nächste Schritt ist die Teilnahme einer Hundeausstellung an diesem Wochenende. Im Anschluss wird der nächste Schritt geplant.

Wie waren Eure Erfahrungen bei der Wahl Eures Zuchthundes?

 

 

 

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